Modellschiff 002

Aus Muli
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Wochenende ist mal wieder zur Abwechslung, draußen wechseln sich Sonne und Regen ab, auch gibt es Einiges zu tun, aber so ein kleines Bastel-Boot geht sich da doch sicherlich noch schnell aus?! \o/

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Das übliche Werkzeug also - ein Messer und etwas Holz.

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Somit schnitzen wir mal ein kleines Stück aus, dann doch ein noch Kleineres und kleben es auf einem Halte-Hölzchen fest. Und malen das Ganze auch gleich mit brauner Lasur an.

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Dann umranden wir mit einem dünnen Lederbändchen zweifach den Rumpf und schnitzen aus den Stäbchen-Resten einer Bambus-Rollo für das Fenster einen Mast. Und dann noch einen. Und noch einen.

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Stecken und kleben die Staberl vorsichtig und mit etwas Geduld sowie zittrigen Fingern fest.

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Und schauen mal mit einem Notizpapier, was wir da so mit den Segeln machen könn(t)en.

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Einen Faden zur Stabilisierung, festgeklebt mit Leim.

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Und jetzt noch die Querträger, ebenso aus den restlichen Bambus-Stäbchen.

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Jetzt kleben wir mit Leim und vielen Nerven die zugeschnittenen Papierstückchen als Segel fest. Den Vorgang hatte ich zeitlich komplett unterschätzt, denn es dauerte elendiglich lange und Papier kann wirklich ganz schön anstrengend und lebendig (und klebrig) werden. \o/

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Nachdem ich dem Schiff sowieso gerne eine Museums-Optik verpassen wollte bzw. es irgendwie an einen Flohmarktfundus erinnern sollte, habe ich die Holzlasur genutzt und damit auch gleich die getrockneten Segel durchtränkt. Leider habe ich dabei jedoch nicht bedacht, dass so ein leichter Glanzeffekt bei der Lasur beigemischt ist, deswegen wirken die Segel bei einem bestimmten Lichteinfall etwas "goldig".

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Aus einer anderen Perspektive wirkt es hingegen sehr "verbastelt", "primitiv" und "schäbig".

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Jetzt brauchen wir noch Taue, also einfach mal einen Zwirn in Leim wälzen, durchziehen, aufhängen und dann warten, damit alles ein wenig fester wird.

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Und nun kleben wir nach Gutdünken völlig wirr und ohne Plan die Zwirne so fest, dass es zumindest auf den ersten Blick irgendwie einen Sinn ergeben könnte.

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Klein, aber irgendwie auch herzig. Zwei dünne Fahnen~Flaggen dienen noch als visuelle Ergänzung.

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Und da haben wir es. Das Segelschiff. Es wirkt noch recht dunkel, aber ist auch noch nicht ganz fertig.

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Denn irgendwann, bei einer passenden Abend-Gelegenheit, möchte ich die Segel wieder aufhellen und irgendein passendes Segelschiff-Symbol aufmalen (Kreuz, Wappen oder was auch immer) und es damit ein wenig "echter" wirken lassen.

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Auch beim Rumpf und der Seite sollen noch kleine Fensterchen oder Klappen aufgeklebt werden und eine Reling das Ganze abrunden.

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Aber jetzt reicht es mal, denn das Ding hat keine 30 Minuten gedauert, wie ich eigentlich angenommen und mal eben zwischendurch eingeplant hatte, sondern in Summe stecken da unverständliche 4~5 Stunden darin. Erschreckend, wie konnte das nur passieren? Es ist generell seltsam, denn es ist nicht viel da eigentlich, man fragt sich schon, wo da die Zeit geblieben ist - aber gut.... dafür hat man das befriedigende Gefühl, "Etwas" mit den eigenen Händen getan zu haben, das noch dazu recht harmlos ist und auch durchaus nett zum Anschauen ist. Besser als in die TV-Kiste zu glotzen ist es beispielsweise allemal. ^^

Nachtrag

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Noch schnell alte Aquarellfarben genommen und die eher dicke Paste auf die Segel aufgetragen. Wirkt aus der Nähe unsauber, aus der Distanz jedoch recht gut passend. Belassen wir es mal dabei.

Nachtrag: Allerdings bereite ich schon das nächste Schiffchen vor. Dieses Mal aber etwas detaillierter und mit mehr Planung. \o/