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Staubsauger-Roboter ohne Cloud

emanuel

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Dinge, die die Welt und man selber nicht braucht. Immerhin habe ich mich aber bewusst für die niedrigste Kategorie entschieden, sprich keine Anbindung an eine App, WLAN sowie keinen Raumplan, Sprachsteuerung oder andere Dinge, sondern stupides Zufallsrouting. Also keine KI, kein Live-Anbindung oder dergleichen… sondern ein dummer Staubsaugerroboter im 80er-Jahre-Style.

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Und wenn man den Staubsauger mal manuell ansteuern möchte, geht das ganz old school mit einer Fernbedienung. Auch ist sie die, mit der man einen Timer setzen kann und die diesen dann auch ausführt und das Signal zur passenden Uhrzeit an den Bot sendet. Also sehr einfache Technologie.

Und auch wenn die Modi sich rudimentär nur auf Zufallsmodus, S-Linien und Kantenfahren beschränkt, zeigt ein erster Test: recht ok und brauchbar. Hat doch schon etliches an Staub entfernt, auch in Kanten und unter dem Kasten und so… auch wenn das Niveau also auf dem eines 80er-Spielzeug-Elektronik-Autos liegt, wird er seinen Zweck erfüllen… speziell jetzt in der Zeit, wo die Fenster ständig offen sind und durch die Luftkanalwirkung dauerhaft "Staub" überall landet.

Und bevor jemand fragt, gibt es um 180 Euronen im Online-Handel. Und vermutlich irgendwo sogar noch billiger. 🕹️
 

emanuel

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Mittlerweile ist er schon x-fach im Einsatz gewesen (der obere Eintrag ist schon älter und wurde nur übertragen), aber nach den letzten Tagen und Wochen kann ich nur sagen: dafür, dass er einfach dumm und orientierungslos ist, ist das Ergebnis echt super und fein. Spätestens beim dritten Mal hat er jede der Ecken und jeden Bereich erwischt... Einer der wenigen Investitionen einer unnützen Spielerei, die tatsächlich und auch überraschenderweise einen Mehrwert im Alltag bietet, unkompliziert und praktisch ist und einen sichtbaren Nutzen erbringt.

Eine Kosten-Energie-Rechnung darf man jedoch nicht aufstellen... wobei.... tatsächlich müsste ich mal messen, ob der große Staubsauger mit seinen irgendwas-hundert Watt nicht ebenso viel verbraucht, wie dieses kleine Ding immer wieder in Summe bei gleichen Ergebnis. Mmmhhh....
 

emanuel

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Mal wieder ein kurzes Fazit... ich würde vorsichtig sagen, dass das Teil bereits um die 40~50 Mal durch die Wohnung gekurvt ist... und bisher keine Veränderung. Saugt unverändert wie am ersten Tag, ist nicht groß verstaubt und ich bin wirklich zufrieden. 🤓

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Weiterhin kann man sagen, dass er bei einer Ausfahrt natürlich nicht alles erwischt, manchmal etliche Stellen immer und immer wieder saugt und das andere Eck nie erreicht, bevor er wieder aufladen muss, aber es ist dennoch spannend, da dann nach dem dritten Tag/Mal/Ausfahrt doch irgendwie alles weg gesaugt ist. Das Konzept funktioniert, auch wenn der integrierte Timer leider nur einen täglichen Zeitslot zulässt, aber das ist dann doch zu viel und auch nervend im Alltag... und wirtschaftlich auch absurd. Ideal wäre stattdessen eine automatisch Ausfahrt nur an gewissen Wochentagen, alias Montag, Mittwoch, Freitag oder dergleichen oder jeden Montag und Freitag. Da der Staubsauger via Infrarot-Fernbedienung aktiviert wird, muss ich mir mal anschauen, ob eventuell einer meiner Raspberry Pis mit Infrarot-Zusatz hier eine eventuelle Lösung bringen könnte.

Denn auch wenn das Ding nicht alles erwischt bei einer Ausfahrt, merkt man dennoch, dass bei einer kontinuierlichen, regelmäßigen "Anwendung" der Staubumfang in der Wohnung und damit im Alltag generell zurück geht, was wiederum auch bedeutet, dass weniger Staub zu saugen ist und auch die Ecken, die der kleine "Bot" nicht erreichen kann, dadurch sauberer bleiben. Liegt zwar in der Natur der Sache und ist keine Überraschung, aber mit so einem Teil führt man solche Dinge doch konsequenter aus, als im grauen Alltag mit manueller Arbeit.

Alle Todes-Ecken und Problemzonen des Staubsauger-Roboters, wie Kabel da und dort oder die Teppichkante sind mittlerweile entschärft beziehungsweise fixiert oder ich kenne sie schon und lasse ihn bewusst reinlaufen, weil ich will, dass er dort saugt, erkenne aber bereits am Geräusch, ob er ein Problem hat oder nicht... dann genügt ein kleiner Schubs mit dem Fuß und fertig.

Anfänglich dachte ich mir ja, es ist ein schön geredetes Spielzeug für den Nerd-Alltag, um sich ein gutes Gewissen zu verschaffen, dass der Kauf nicht komplett absurd ist, aber mittlerweile bin ich dankbar. Wer Katzen hat oder hatte, weiß, dass Essensbrösel schnell mal weg sind, dafür bleiben Tonnen an Haaren zurück... hier ist das Gleiche, nur eben ohne Haare. 😄
 
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emanuel

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Und weil das vielleicht auch interessiert, wie lange denn so ein Ding saugen kann? Auch hier bin ich überrascht, denn ich hatte schon vermutet, dass der fahrende Staubsauger bei den ersten drei oder vier Mal eine Top-Leistung zeigt und dann nach kurzer Zeit schwächelt, weil "billig" und eh alles nur miese Quali ist (es war ja nur ein Fake!), aber ich merke bisher keine nachlassende Leistung - weder bei der Saugstärke noch der Laufzeit. Sprich die Werbung hat ihr Versprechen gehalten. 😗

Ich muss aber auch ehrlich sagen, dass ich ihn nur selten bis zum Akku-Ende fahren lassen und ihn meist früher schon mit einem Knopfdruck zur Ladestation schicke - da helfe ich auch manchmal mit dem Fuß kurz nach bei der Richtung, denn da er ja nicht intelligent ist, muss er in den "Lande-Infrarotstrahl" per Zufalls-Suchmuster finden - ist bissi wie das Landeleitsystem bei Flugzeugen - und wenn ein Sessel oder ein Mauereck davor ist, beginnt er erst mal in der anderen Richtung zu suchen, weil er die Station ja nicht "sehen" kann... dabei schleicht er dann im langsamen Modus ruhig vor sich hin, aber eben quer durch die Wohnung, stupst da und dort rum, bis er dann endlich den "Strahl" gefunden hat und sich einklinkt in den Anfahrtsweg. Das allerdings klappt praktisch immer und er fährt sauber auf die Kontakte der Ladestation in der richtigen Position auf, korrigiert gegebenenfalls noch kurz davor die Position bei der Anfahrt.

Die Aufladezeit liegt so ca. scheinbar bei 1 bis 2 Stunden gefühlt, wobei ich das bisher nicht so genau beachtet habe, vielleicht auch eine Spur länger... von der tatsächlichen Saug-Laufzeit kann ich zumindest mit Sicherheit sagen, dass er auf jeden Fall mindestens 60 Minuten locker schafft, also eine Stunde. Laut offizieller Angabe auch 100~ Minuten, aber wie gesagt, das reize ich eher selten aus, da bin ich vielleicht auch zu vorsichtig und habe es noch nie genau gestoppt. Oder ich bin einfach schon Smartphone-geschädigt und lade lieber dann bereits auf, wenn noch genug Reserve da ist. 😅
 

emanuel

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Wo man übrigens vorsichtig sein muss ist, dass man das Ding schnell mit einem Charakter versieht. So ein Ding wird dann doch zu so was wie ein elektronisches Haustier, dem man auch unbewusst irgendwie einen Charakter zuschreibt, vor allem wenn plötzlich an den Zehen geknabbert wird... und wenn er sich zum Beispiel mal zwischen den Sesselbeinen verfährt und dann quasi festsitzt, weil in jeder Richtung aus seiner Sicht plötzlich irgendwie ein Hindernis ist, dann wird er - gefühlt - etwas unrund, dezent hektischer und auch ganz leicht rabiater. So wirkt es zumindest. 😁

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Und ich könnte tatsächlich schwören, dass er das Badezimmer besonders mag, aber dafür das Schlafzimmer nicht, denn dort fährt er nur mit etwas Nachdruck rein (oder "findet" den Weg), aber das Badezimmer erwischt er dafür ständig. 😅

Auf dem Foto sieht man übrigens auch schön die Infrarot-LEDs, die man mit dem menschlichen Auge so nicht sieht, aber er verfügt zusätzlich auch über simple Kontakt-Sensoren (Druckknöpfe), die die meiste Arbeit leisten und Hindernisse erkennen lassen, wenn er (sanft) dagegen stupst. Simple Technik, aber wirkungsvoll.
 
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