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Wuuscchhzzziiiup

2015-06-13

Wup wup wup. Hach ja, ich kann mich gerade nicht dazu aufraffen, hier lange Texte zu schreiben, denn ich gebe es ja zu: mir ist einfach zu heiß. Ich packe das schwüle Wetter körperlich nicht ganz und das zieht mich ungewollt etwas runter. Dabei mag ich Sonne und so, allerdings bin ich eher dieser „Tagsüber heiß, in der Nacht kühl-Typ“. Momentan ist es aber nur heiß und stickig hier, vor allem in dieser Altbaulandschaft *nerv*…

Aber immerhin war ich die letzten Tage brav (also aus meiner persönlichen Sicht gesehen) und habe mich jetzt dazu gezwungen, täglich mindestens eine halbe Stunde entweder meine Stimme oder auch gleich ein Video meinerseits aufzunehmen, denn das ist ja der nächste Schritt, der irgendwann hier stattfinden wird – wie bereits geschrieben. Momentan bin ich aber in der Trainingsphase, die man vielleicht auch anders bezeichnen könnte: Überwindungsphase.

Testaufnahme 56 und man beginnt langsam, aber sicher zu begreifen, dass man nun einfach mal so klingt, wie man klingt und auch im Video eigentlich immer gleich katastrophal zerstört und fertig wirkt. Aber ja… das Ziel ist es nicht, diesen Zustand zu ändern, sondern ihn und sich zu akzeptieren. Deswegen nehme ich auch die nächsten Tage (…) weiterhin irgendein Blabla auf und nütze menschenleere Gegenden unterwegs aus, um mit der kleinen GoPro ein wenig visuellen Firlefanz festzuhalten.

Das Großartige an der heutigen Zeit ist ja, dass man recht einfach Ton aufnehmen kann, denn ob man im Auto in sein eigenes Aufnahmegerät heult, den Verkehrsfunk anfaucht oder mit einer telefonischen Umfrage kämpft… keiner weiß es. Heutzutage sind mit sich selber sprechende Menschen in Autos die Regel eigentlich und auch draußen, in der freien Wildbahn ohne Mobilität, kann man nur schwer sagen: echtes Telefonat, Fake-Blabla oder Stimmaufnahme… denn die Geräte schauen eh alle recht gleich aus. Ein Vorteil.

Zwar wird es nie täglich jemals in diesem oder einen anderen Blog solche Aufnahmen geben, aber vielleicht mal wöchentlich oder so. Wo und warum ich da hin will, weiß ich jedoch auch nicht so recht, auf der anderen Seite „Pah, es ist das Neuland Internet!“ – sprich, der letzte Beweggrund hier sollte ein begründeter, gewichtiger und ernsthafter sein, sondern vielmehr Etwas, das schlicht und unverkrampft Spaß und Freude im Alltag ermöglicht.

Und natürlich gibt es auch einen anderen, unausgesprochenen Grund: wenn man es mal intus und sich daran gewöhnt hat, dann ist ein Video von unterwegs fast einfacher, als sich später am Ende des Tages hinzusetzen und dann extra sich Sätze und Formulierungen zu überlegen und 10 Minuten lang hier reinzutippen. Es fördert also gewissermaßen die Eleganz der Faulheit Ruhe des Lebens.

Vom psychologischen Charakter her ist so eine Spielerei zudem nicht uninteressant, denn schon alleine die eigene Stimme regelmäßig zu hören und sein müdes, verschwitztes Gesicht und Geierseiten-Profil in HD zu sehen, fordert viel an eigener Toleranz sozusagen. Auch dass man dabei Defizite erkennt, die sich leicht vermeiden lassen (könnten) – egal ob von der Aussprache, der Betonung oder auch der Körperhaltung, die sich natürlich im Laufe der Jahre der Form eines aufgeklappten Laptops angepasst hat. Vorgestreckt und geduckt. Furchtbar.

Aber so ist es – schließlich geht es darum, mit 30-40 Jahren nicht sich jetzt einfach umzubiegen oder neu zu erfinden, sondern ganz einfach das Vorhandene neu zu interpretieren… oder sagen wir eben tolerieren und es dabei auch noch zu nützen. Blablabla.

Themenwechsel. Das Boot stellt mich auch gerade vor einige Herausforderungen, vor allem seitdem ich ein paar Videos und anschließend die Webseite von einem Typen entdeckt habe, der sich aus großen Plastikplatten einfach kleine Faltboote baut. Und nein, ich rede da nicht von einem Kinderfaltboot mit Rauchfang, die man sich auf den Tisch stellt, sondern richtige Teile, mit Finne, Sitz, Steuerung, Segelmast oder Motor, aufsteckbaren Transportreifen und das Ganze aber so leicht, dass man es mit einer Hand hochhalten und glatt auch ins Auto werfen kann.

Das hat natürlich mein ganzes, bisheriges Konzept über den Haufen geworfen, denn es vereinfacht unglaublich vieles… die Konstruktion besteht aus Falzen gewissermaßen, ist in sich wasserdicht, eine eigene Plane als Bootshaut fällt damit weg und zudem erspart man sich auch sonst viele Teile, Verrohrungen, Steckverbindungen und so weiter. Ist auch so eine Sache, wo ich dann mal eben wieder an mir selber zweifel, weil ich da eben viel zu komplex im Vorfeld gedacht hatte – warum nur? Manchmal ist primitiv und einfach irgendwie besser und nachhaltiger, man muss es eben nur zulassen können.

Also gibt es nun eine Bauphase zwei, die aber daran scheitert, dass diese Plastikplatten natürlich bei uns mal wieder so nicht erhältlich sind und wenn, dann nur völlig überteuert und kaum transportierbar. Dennoch lasse ich mich davon inspirieren und werde mal diese Richtung generell ansteuern. Aber ja, die Zeit läuft, denn der Sommer wartet nicht und es gibt auch noch andere Dinge im Alltag zu tun. Uff.

Kommentare: ich wurde jetzt in der Zwischenzeit dreifach gefragt, was denn mit den Kommentaren ist… Hard facts -> ich möchte einfach mal eine Zeit lang ohne Kommentare schreiben (können). Sie wurden kaum bis gar nicht hier genützt im erweiterten Sinne und sind somit ein technisches Beiwerk, das vor allem Betreuung und Filterung benötigt, denn die Bots im Netz sind nicht nett. Und der Verlust der Kommentare ist hier in meinem, ganz persönlichen Wutzi-Pifpaf-Blog wirklich nicht nennenswert.

Zudem gibt es eben die Alternative, die noch dazu völlig anonym ist und nur einen einzigen Klick benötigt… die Smilies. Besser als ein Facebook-Like-Button und einfacher als Kommentare mit Textfeldern. Wie die langfristige Zukunft ausschaut, weiß ich noch nicht, aber vorläufig fahre ich hier mal die heutzutage moderne Egoschiene und schreibe einfach mal ohne geschriebenes Feedback.

Das Forum: auch da wurde ich gefragt, warum da alles weg ist und warum auch der Menüpunkt hier im Blog pfutsch ist… Nein, ist es nicht. Das Forum ist weiterhin da und lebt, allerdings ist der Zugang dazu beschränkt bzw. nicht notwendig, weil es eh nicht genutzt wurde. Selber verwende ich es aber weiterhin und sammle dort eben Gedanken zum Boot, Pläne, sinnlose Videos aus dem Netz und vieles mehr. Registrieren kann man sich jedoch nicht (mehr), das gibt es nur mehr auf direkte und persönliche Nachfrage.

Tja, so ist eben das Spiel in der digitalen Blase. Dinge kommen und gehen, manchmal lässt man jemanden an Bord, manchmal nicht. Kann man jeden Tag ändern wenn man will… die Macht des Administrators. Lalalalaaaa.