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Wandern I

2015-01-16

Nachdem meine Großeltern ja schon längere Zeit nicht mehr so gut zu Fuß unterwegs sind – aber hin und wieder hier im Blog vorbeischauen – habe ich mir gedacht, nehme ich sie doch einfach mal mit zu einer Wanderung durch den Wald und am Rande von Wien, denn da waren sie sicherlich schon viele Jahre lang nicht mehr. Genauer gesagt in den Föhrenwald im Süden(-Westen) von Wien. Allerdings ein etwas misslungener Versuch.

Wandern

Ich bin da nämlich ziemlich gescheitert… denn erstens habe ich natürlich nach ein paar herrlichen Sonnentagen ein sehr diesiges, graues und düsteres Wetter erwischt – und ohne ausreichendem Sonnenlicht verschluckt die Kamera nicht nur deutlich die Qualität und massivst die Farben – sondern hatte auch so generell ein wenig Pech mit der Technik.

Denn das Video ist eigentlich insgesamt fast eineinhalb Stunden lang, allerdings tauchten zwei Speicherkarten-Fehler auf, einmal prompt beim Aussichtsturm und ein anderes Mal genau in dem Moment, als Sonne durch den Wald brach und alles in leuchtende Farben tauchte… damit ist schon mal ein wenig verloren, billige SD-Karten lassen grüßen… und zudem ist das gesamte Material fast mehr als 10 GB groß. Und damit sind die Kräfte meiner Geräte ausgereizt, denn die stürzen beim Bearbeiten ständig ab. Zuwenig Speicher, zuwenig Ressourcen. Ich kann das Video einfach nicht bearbeiten und aufbereiten.

Deshalb konnte ich weder die Farben, noch den Kontrast anpassen, noch und leider auch nicht mal ansatzweise schneiden bzw. unnötige Stellen raus schneiden (also da, wo ich mit der Kamera herumspiele, herum wackle oder mich selber filme, das gehört da nicht rein) und zudem musste ich auch noch das ganze Video stark komprimieren und verkleinern und damit die Qualität noch weiter um ein x-faches senken. Pixel, Pixel und noch mehr Pixel und Artefakte damit. Aber ich lerne daraus und gehe das das nächste Mal ganz anders an (und bei hellen, schönen Wetter) und weniger Aufnahmen in einem zusammengefügten Stück.

Und ebenso frustrierend – ich hatte ganz vergessen, dass das Schutzgehäuse den Ton praktisch komplett schluckt. Also gibt es weder Waldgeräusche, noch Vogelgezwitscher oder Musik und so weiter. Nur das Schaben und Geknirsche des Handgriffes. Auch das wird sich das nächste Mal bessern…

Wie auch immer… hier also für Euch eine kleine Wanderung durch den Föhrenwald. Gleich als Info: es gibt Nichts – tatsächlich NICHTS – zu sehen, außer Boden, Füße, Bäume, Laub und Äste. Und das 40 Minuten lang und ohne Abwechslung.

Die winzigen Mini-Highlights sind ein Blick von der Perchtoldsdorfer Heide Richtung Wien (Minute 3:00), Ausblick von der Franz-Ferdinand Schutzhütte Richtung Wien (Minute 13:34), das eher unbekannte Lechnerkreuz (Minute 18:30), wegen Kartendefekt abgeschnitten der Blick Richtung Schneeberg von der Josefswarte aus (der in Wirklichkeit in Sonne getaucht und majestätisch gut sichtbar war, Minute 25:00), ein langatmiger x-faches Rumgetue bei der Teufelsteinhütte (dachte die Kamera war zweimal nicht eingeschalten, Minute 26:18), Parapluiberghöhle (Minute 35:30) und zum Abschluss die Reste der Burgruine Kammerstein (Minute 37:18)… sonst nur grauer, pixliger und wackliger Wald. Und ich, der müde, verdrückt und genervt wirkt (ja, die Hinfahrt war unglaublich mühsam – ich sage nur Schulklassen und unfähiger Straßenbahnfahrer, statt einer Stunde dauerte es zwei Stunden).

Und falls sich jemand über meinen dicken Bauch unter der Jacke wundert, darin waren zwei Handys, Schokoriegel und der Schlüssel in den Vordertaschen. Unbequem, das nächste Mal bin ich nicht so faul und räume sie gleich in den Rucksack. Nicht erst beim Heimfahren… 😀

PS: Die Qualität lässt sich beim Video unten rechts beim Zahnrad auf „720p HD“ höher schrauben, wenn das Internet schnell genug ist…