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SLOMO

2015-01-09

Normalerweise mag ich es ja gar nicht, wenn ein Blogger dem Anderen seine Inhalte klaut – einmal kurz anteasern oder einen Ausschnitt verwenden ist ja gut, aber dieses Mal hat der gute Gilly drüben in seinem abwechslungsreichen Blog ein wirklich feines Portrait gefunden und präsentiert. Und weil er das Ganze schon so gut beschrieben hat, entnehme ich deshalb einfach einen Teil daraus…

skaten

{{ „Dr. John Kitchin (69) hat irgendwann beschlossen einfach aus dem System auszusteigen. In seinem alten Leben war er ein erfolgreicher Arzt mit BMW, Ferrari, Villa und tralala. Jetzt ist er nur noch SLOMO. Er fährt jeden Tag auf Inline-Skates am Strand entlang und verfällt dabei in eine art meditativen Zustand. Er fährt da aber nicht einfach nur so rum, sondern hat seinen ganz speziellen Move, den er in Slow-Motion durchzieht. SLOMO halt.“

Ok – jetzt denkt man sich natürlich „Jo mei, die übliche Geschichte halt von diesem „Lebe deinen Traum“ und es ist niemals zu spät und das Alter hat nichts mit Umstellung und Neues zu tun und wenn man will geht alles und klar in seiner Position und Alter kann er es sich auch gönnen…“-Gesülze und so weiter. Ist natürlich auch bei mir der erste Gedanken-Plop, den es da im Kopf zunächst mal macht, aber nachdem ich mich durch die 20 Minuten gearbeitet und einfach nur zugehört habe, muss ich Gilly da zustimmen – es ist schon eine kleine und harmlose Inspiration für zwischendurch.

Vor allem weil auch durchaus die Frage da ist, ob der Typ eigentlich jetzt doch eine Delle an der Birne hat oder ob er vielleicht doch recht klar, strukturiert denkt und etwas mehr ist, als einfach ein alter Selfie-Sack, der anfänglich etwas zu selbstbegnadet und unsympathisch in die Kamera schielt und der weiß, er kann sich’s einfach erlauben und tun und lassen was er will… alias was soll schon passieren und was kann man ihm denn auch tun?

Auch wenn ich eigentlich dieses „Mach Dein Ding!“-Blabla so gar nicht mag und mich sogar recht umfassend nervt und zur latenten Aggression treibt, kann man sich dieses quasi harmlose Beispiel von losgelösten Leben einfach durchaus mal anschauen. Es tut nicht weh und es bleibt auch kein unguter Geschmack übrig, wenn dann vielleicht maximal ein „Ok, eigentlich kann man selber gar nicht so schlimm beim Radfahren, Longboarden und Co. ausschauen… bei dem Vogel klappt es ja auch und die Leute schlagen ihm in die Hände und freuen sich“. So gesehen also ein positiver Effekt.

Wem also die Nachrichten von Tod und Radikalismus zu anstrengend und ungreifbar sind, die Diskussionen dazu überbordend und müßig, aber die Flimmerkiste auch nichts parat hat… im Bett zurücklehnen, ein wenig die Englischkenntnisse im Kopf aufrufen, danach zuschauen und zuhören:

Hier geht es zum Video auf Vimeo.

PS: Ja, ich weiß – auch im vorherigen Beitrag eben hatte ich ein Video und eigentlich wollte ich diese Dinge ja auch nur mehr ins Forum stellen, aber ihr iloyalen, unterstützungslosen Verräter faden Nocken registriert Euch dort eh nicht und außerdem passt es gut in meinen Stimmungsflow hier rein, den ich ja regelmäßig in geschrieben Worten und noch dazu hier im Blog festhalte.