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Trackball 2

März 2019

Fortsetzung von: Trackball Experiment

Nach dem Experiment mit einem großen Kensington Trackball, der privat meine herkömmliche Maus im Alltag vollständig und sehr erfreulich abgelöst hat, wollte ich auch im beruflichen Alltag umsteigen - da ich dort aber nicht so eine große Alternative im Alltag nutzen kann und es zudem eine tragbare Lösung sein muss, setze ich hier nun eine Logitech M570 Funk-Maus ein.

Der große Unterschied zwischen beiden Varianten ist die Daumensteuerung bei der kleinen M570. Zuhause versuche ich mit dem großen Trackball mit der ganzen Hand zu arbeiten, im beruflichen Alltag hingegen reicht die Daumen-Lösung allerdings absolut.

Im Gegensatz zum großen Trackball, passiert es mir bei der M570 aber dennoch immer wieder noch, dass ich gewohnheitsmäßig die Maus als Ganzes bewegen möchte, eben weil sie sich wie eine herkömmliche Maus anfühlt und auch so gehalten wird.

Die Haltung der Hand ist entspannt, auch ohne Zusatzpad wie bei der Kensington-Lösung, was es im Büro einfacher macht und man sie so auch mal schnell in ein Meeting oder in der Tasche mitnehmen kann.

Ein Manko, vielleicht durch den billigeren Preis erklärbar, ist die Lagerung der Kugel, denn hier sind es einfach kleine Plastik-Tüpfelchen und die recht leichte Kugel schleift merkbar ein wenig, sie lauft also nicht ganz so sauber, wie beim großen und auch gewichtigeren Trackball. In beiden Fällen hilft jedoch vor allem am Anfang ein kleiner Tropfen Fahrradöl mit etwas Handcreme sowie "Fingerfett", um sie geschmeidiger laufen zu lassen. Beim großen Trackball hat es doch an die zwei Wochen tägliche Reib-Nutzung und "Einfettung" gebraucht, bis sich ein leichtgängiges Gefühl einstellt - damit rechne ich bei der M570 ebenfalls, wobei ich hier bereits die erste Woche hinter mir habe.

Bisheriges Fazit: wenn man sich daran gewöhnt hat, macht eine normale Maus, die man auf einem bröseligen und staubigen Tisch herumschiebt, nicht mehr so viel Sinn - ganz im Gegensatz zu einem festen Trackball. Gewöhnen muss man sich aber auch hier an die feine Steuerung mit dem Daumen, aber so wie bei dem Großen benötigt es einfach Zeit. Gespannt bin ich, ob die Kugel noch etwas schlüpfriger und gleitender nach ein paar Wochen wird, damit der letzte, feine Roll-Widerstand bei der exakten Ansteuerung von kleinen Buttons oder Links verschwindet - denn manchmal ist die Ungenauigkeit doch noch höher als bei einer Schubsmaus.

Bisher kann ich die M570 aber nur empfehlen - schlecht ist sie definitiv nicht. Nur das übliche Scollrad kann mit dem Scollring des großen Trackball nicht mithalten. Aber das gilt seit dem Umstieg für alle Mäuse mit Scrollrad - da gewinnt der Kensington haushoch. :)

Nachtrag Mauspad

Auch wenn ein Trackball kein Mousepad benötigt - wozu auch - habe ich mir heute um 8 Euro eines geleistet, genauer gesagt Eine aus der Wühlkiste mit einer Gelenksauflage. Das reduziert den Winkel der Hand bzw. des Handgelenks deutlich besser als der ansteigende Plastik-Zusatz bei der Kensington. Bereits nach den ersten Minuten ist klar, dass ich so einen Zusatz auch für die Tastatur anschaffen werde - fühlt sich angenehm an. Das ich das erst nach zwei Jahrzehnten plus an der Kiste merke und neu entdecke, stimmt mich übrigens etwas nachdenklich... :)

Trackball vs. Katze

Ein weiterer Bonus-Punkt für den Trackball ist die Katzentauglichkeit. Denn mein haariger Vierbeiner legt sich manchmal gerne zu mir daneben und seinen Kopf auf meinen Arm. Was mühsam ist, wenn man die Maus bewegen muss... mit dem Trackball ist auch das kein Problem.

Trackball vs. Brösel

Was auch immer wieder sehr amüsant ist: wenn man ein Bröselchen auf der Tischplatte rund um den Trackball sieht - speziell bei der M570 - und es konsequent weg pustet, obwohl es ja eigentlich keine Auswirkungen mehr auf die Maus hat, was mir aber immer erst ein paar Sekundenbruchteile später bewusst wird.

Übrigens hatte ich Sorge, dass ein Trackball generell von oben viel Staub, Brösel und Haare in den Schleifraum aufnimmt, aber das scheint nicht mehr zu sein, wenn nicht sogar weniger, als bei einer herkömmlichen Maus. Keine Probleme.