Startseite · Updates · Suchen · Zuletzt aktualisiert am: 2018-08-29

Tastatur (langlebig)

August 2018

Je älter ich werde, umso mehr setze ich - vermutlich ganz klassisch - auf langlebige Dinge, die mich die nächsten Jahre begleiten werden und wo ich auch hoffe, dass ich keinen Ersatz so schnell mehr brauchen werde. So wie mit dieser Klassiker-G80-Cherry-Tastatur mit mechanischem Klick-Druckpunkt. Angeblich halten die Tasten jeweils 50 Millionen Eingaben aus, gehören also zu den Dauerläufern für Vielschreiber.

Schön dick und auch groß ist das Teil. Erinnert an die alten Terminal-Tastaturen...

Blaue Schalter mit dem Klickpunkt... ganz schön laut und klapprig, aber dafür ein spür- und hörbares Feedback bei jedem Tastatendruck... wenn man sich mal gewöhnt hat, kann man es sich anders kaum mehr vorstellen.

Hier auch noch ein Vergleich mit einer heutzutage üblichen Tastaturgröße:

Da merkt man schon den Unterschied - ich mag die große Fläche oberhalb, auch wenn ich gerne am liebsten noch eine zweite F13-F24 Tastenreihe hätte. So wie damals zu AS/400 Zeiten. :D

Ich bin also gespannt und hoffe, dass ich privat nichts anderes mehr nutzen muss und werde, sofern nicht in der nächsten Zeit entweder ich oder die Stand-PCs aussterben. Ich will nämlich, dass das die finale Hardware-Tastatur ist, die ich innerhalb der nächsten 10-20 Jahre nicht mehr ersetzen muss und mich treu begleitet, solange ich rumtippen kann. \o/


Nachtrag

Weil mal die Frage vom Mike letztens aufgetaucht ist, was denn das für eine Maus sei... nun ja, es ist eine Standard-Banal-Maus, ebenso von Cherry. Kostet bei Amazon 8,65 Euro.

Also durchaus leistbar und ich wollte deswegen genau diese, weil sie gut zu der Tastatur passt und so schmucklos und funktional ist, wie es eben eine simple Maus nur sein kann. Zudem erinnert sie optisch ebenso an die alten Klassiker der frühen Tage. Bin sehr zufrieden und ich mag hier ebenfalls die längliche Größe. Ich mag ja heutzutage bei Computer eher die primitive, rustikale Pranken-Form und nicht mehr so diese HighTech-schlanken-Metall-Schwarz-Razor-Dinger da... man wird halt mehr und mehr ein alter Sack.


Nachtrag

Es gibt ein einziges Manko bei der Tastatur... die alte, originale Version dieser Reihen hatten früher einfach mehr Plastik. Generell waren die "Wände" von Tastaturen, Mäusen und so weiter früher immer ein wenig dicker, als in heutigen Produktionen, wo man es nicht nur billiger herstellen möchte, sondern auch dünner fabrizieren kann. Das bringt nicht unbedingt automatisch Nachteile (außer bei der Robustheit, haha), allerdings gibt es zumindest bei so einer Großen sehr wohl einen Faktor - und zwar den Hohlraum und Resonanzkörper. Die Alten haben den Schall, der durch die mechanischen Tasten entsteht im unteren Plastikkörper ein wenig besser verschluckt, also bei dieser dünnwandigen und unausgefüllten Halteform. Früher gab es oft Metall- oder Plastik-Platten, die die Tastatur nicht nur schwerer, sondern auch stabiler und verwindungssteifer gemacht hatten - solche Dinge findet man kaum noch und man geht mit den Teilen im Hausgebrauch auch eine Spur anders um, als in den alten Tagen (sage ich mal so). Man nutzt ja eh nur mehr stupide die Maus... ;)

Wie auch immer... mich stört die Lautstärke meiner Tasten nicht, ich mag dieses haptische Geklicke, aber der Resonanzkörper darunter stört doch und es fehlt ein wenig Sattheit. Zudem um 4 in der Früh in der leeren, minimalistischen Altbauwohnung ist das doch recht "kräftig" und geht auch sicherlich zu meiner alten Nachbarin durch. Also einen Tipp eines anderen Schreiberlinger aus den 70ern in den Weiten des Netzes befolgt und ein wenig Filz eingebracht.

Das Gute ist, bei solchen klassischen Modellen kann man die Abdeckung leicht ohne Schaden öffnen.

So schaut das Ding ohne der Abdeckung aus und man sieht schon die Hohlräume, die recht groß und leer sind - bedingt durch die Dicke der Tastatur.

Auch ist die Platine kein fester Riegel mehr wie früher, sondern recht "biegsam" und nicht unbedingt ein Paradebeispiel für Stabilität. Unten sieht man ebenfalls die hohlen Stützreihen, die dem akustischen Tastendruck nicht gerade zuträglich sind.

Glücklicherweise habe ich noch einen alten Bastelfilz, den ich in einer 2er-Lage einfach eingebracht habe. Das reicht aus, um das harte, hohle Tippgeräusch in ein hartes, leicht tieferes Tippen zu wandeln.

Auch die restlichen Räume rundherum noch kurz locker befüllt und das war es. Und es zahlt sich aus, auch wenn man den Unterschied sicherlich nur mit einem geübten Ohr hört, das das Geräusch gut aus dem Alltag bereits kennt und damit Feinheiten trennen kann.

Damit bin ich noch ein Stück glücklicher mit der Tastatur und ich muss sagen, dass ich das Teil wirklich sehr schätze. Viel mehr als die andere mechanische Tastatur von Cherry mit den Brown-Schaltern - auch wenn es etwas rudimentärer ist und eine gewisse Geschmeidigkeit sich auch erst in ein~zwei Jahren einspielen wird. Sie muss halt noch etwas verlebt werden.


Emanuel Sprosec. Erstellt am 2018-08-29 · # · Wien, Österreich · emanuel//at//mulischaf.com · Datenschutz