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Schuhe

14. September 2018

So, ich habe mir nach Ewigkeiten mal wieder schlichte, relativ billige Lederschuhe in einem der Massenwaren-Schuhgeschäfte um 40 Euro gekauft. Heute gleich mal zum Test eingelaufen und natürlich auch bereits zwei, etwas schmerzhafte Blasen an den Fersen. Aber das gehört ja bei neuen Tretern irgendwie immer dazu. Jetzt aber zum Kern des Eintrages... denn bisher hatte ich immer wieder solche Schuhe - mal billiger, aber auch schon mal sündhaft teuer um 200 Euro in einer gutmütigen Phase - und wurde jedes Mal wieder sehr schnell enttäuscht. Beispiel: das fast 200 Euro-Modell hatte sich damals gleich nach einer ersten 6 Stunden Wanderung in der Schweiz aufgelöst. Das Leder hatte sich im Gras quasi durchgewetzt, seitlich gab es ein kleines Loch und generell war es überall "durch". Nie wieder gebe ich soviel Geld für Schuhe aus. Bei anderen Schuhen ist die Sohle gebrochen oder hatte sich abgelöst oder die Nähe sind aufgegangen. Ganz im Gegensatz zu diesen, alten Schuhen hier, die ich bereits seit zig+ Jahren ständig trage, sowohl in der Stadt, im Büro, beim Wandern, im Sommer, aber auch durchaus im Winter.

Halten noch immer eingermaßen und hatten damals um die 50 Euro gekostet. Eine gute Investition also, aber leider löst sich dennoch langsam und sichtbar die Sohle immer mehr und es gibt ein paar offene Einrisse seitlich. Früher oder später wird es also bald soweit sein, deswegen mal vorab was Neues probieren.

Also dieses Paar eben gekauft, jedoch gehe ich dieses Mal die Lederpflege von Anfang ganz Anders an, denn von billigen bis teuren natürlichen und chemischen Pflegemitteln habe ich nämlich ebenfalls schon alles mal irgendwann durchgekaut - und trotzdem ist das Leder immer recht bald entweder "gebrochen", aufgescheuert, eingerissen, fleckig geworden und so weiter. Die blauen, alten Schuhe oben haben ebenfalls unter diesem Zeugs immer wieder mal gelitten, so dass ich schlussendlich irgendwann ganz darauf verzichtet habe. Es geht also auch ohne... solange es halt nicht regnet. Hust hust. :)

Zur Abwechslung probiere ich deswegen etwas völlig Anderes und verwende bei diesen Wegbegleitern gutes, altes, fast reines Bienenwachs aus meiner Holz-Werkstatt-Lade für die Imprägnierung. Es hilft angeblich am Besten, dass das Leder langfristig geschmeidig, aber trotzdem Widerstandsfähig bleibt und ohne dass es angegriffen wird (und im Gegensatz zu Ölen und anderen Fetten nicht zu schmierig wird)... so die übliche Theorie, aber wir werden sehen. In zwei~drei Monaten werde ich ein erstes Update geben, bis dahin brav durch Lacken, Staub, Steine und Büroteppich wetzen und dann schauen wir mal, was das Alles in Kombination mit dem aufkommenden Herbstwetter mit Nässe und Kälte so bringen wird. \o/