Startseite · Updates · Suchen · Zuletzt aktualisiert am: 2017-08-13

Schlichtes Regal

Heute morgen bin ich mal wieder über den alten Lattenrost gestolpert, für den ich schon seit Jahren keine Verwendung mehr habe und für das aktuelle Bett zu kurz ist... und auch über alte Regalbretter. Da ich sowieso gerne etwas Kleidung in ein Regal ablegen wollte, habe ich mir mal schnell den Bohrer und ein paar Schrauben geschnappt. Somit: das "10 Minuten-Regal".

Erstmal beim Lattenrost das Textilband zerschneiden, denn wir brauchen vier einzelne Bretter. Danach nehmen wir einen Karton, zerschneiden und passen die Größe an und nützen ein spitzes Werkzeug für zwei Markierungen im Karton.

Damit lassen sich auf den Brettern die Bohrungsmarkierungen schnell überall einstanzen - mit dem immer gleichen Abstand. Das Ganze wiederholen wir bei jedem Brett und mehr oder weniger über den Daumen gepeilt auf der gleichen Höhe jeweils. Ich verzichte bewusst auf ein Maßband oder sonstige Hilfen. Holz, Bohrer, Schrauben, Inbus-Schlüsselchen und das muss reichen.

Dann mal schnell den Bohrer rausholen, die anderen Bretter dienen als Stütze und wir "lochen" die Bretter der Reihe nach. Wir wollen zwei Regalböden und eine Deckplatte... also wird jede der vier Stützlatten an drei Stellen jeweils zweimal gebohrt. Danach versenken wir mal ein paar Schrauben, deren leicht herausschauenden Spitzen auf der anderen Seite wir dann für die Markierungen bei den Regalböden verwenden, um auch dort Bohrungen anzulegen. Bisschen Pfusch alles, aber wen kratzt das schon?

Und das war es eigentlich schon wieder... mit einer Stützhilfe versenkt man schließlich die Schrauben in den Regalböden, damit stabilisiert sich das Regal von selber oder zumindest soweit ausreichend, dass es für meine Zwecke reicht. Und fertig. Steht sogar solide, war schnell erledigt, hält einiges an Gewicht aus und die Kosten betragen primär 0 Euro. Besorgte Menschen können hinten noch einen Querbalken verschrauben, um Seitenkräfte abzufangen.

Nur noch die Textilband-Reste entfernen, die Ecken kurz abschleifen und vielleicht noch mit einem Öl oder dergleichen einlassen - je nach Verwendungszweck. Ich lege da meine T-Shirts und Co. ab, da reicht das unbehandelte Holz völlig aus (im Foto mal schnell demonstrativ recht wüst etwas Kleidung hineingeklatscht, später kommen da Bücher und eine Lampe hin). Und wenn ich es nicht absichtlich mit Gewalt umwerfe oder darauf springe oder die Katze es vorsätzlich zum Einsturz bringt, steht das Teil die nächsten Jahre+. Erledigt. \o/

Nachtrag: Sockenregal 11.09.2016

Nach einer kleinen Runde in der Sonne war die nächste Frage, wie ich eigentlich das Dauerchaos namens "Socken" löse. Ich gehöre zu den Menschen, die Socken weder bügeln, noch brav und sittsam in 2er-Paaren aufbewahren, denn sie sind alle von der selben Marke, alle schwarz, schauen alle gleich aus und kommen und gehen bei mir sowieso im Dauerdurchlauf. Im Endeffekt wühle ich in der Früh mal kurz und ziehe mir zwei frische Stücke raus. Bisher war das unbefriedigend in diversen Schubladen und so weiter, außerdem möchte ich das restliche Holz los werden.

Also nochmal kurz gebastelt, nochmal kurz verschraubt und schon haben wir wenige Minuten später ein Regal zur Ablage und unten eine Wühlkiste für Socken, Hauben, Schals und Handschuhe für den kommenden Winter. Und das Kätzchen wird hier sicher auch gerne zusammengerollt schlafen, was für mich allerdings durchaus akzeptabel ist, denn die Katzenhaare sammle ich sowieso mit den Füßen tagtäglich auf. Man muss ja realistisch bleiben. Eventuell trenne ich die Dinge bei Gelegenheit übrigens noch mit Trennwänden, aber schauen wir mal... am Besten funktioniert ja noch immer der einfachste, unkomplizierteste Weg.

Klar, ist sehr provisorisch und optisch etwas "billig" und der mittlere Bastkorb wird allzu gerne als Kratzbaum durch die Katze verwendet, aber hey... es erfüllt seinen Zweck, hat nichts gekostet in dem Sinn, ist auch nichts Anderes, als wenn man sich solche Dinge mal eben aus dem Großmarkt oder Bauhaus kauft und nach Anleitung verschraubt, zudem hält das Zeug quasi ewig und ist portabel und bei Bedarf leichten Herzens entsorgt. Und ja natürlich könnte ich die noch anmalen und schön verzieren oder was auch immer. Aber so halte ich mir die Türe offen, das Holz irgendwann wieder erneut für etwas Anderes zu verwenden und Holz ist auch optisch immer angenehm. Und man sollte die T-Shirts vielleicht bei Gelegenheit ordentlich einschlichten. :)

Nachtrag: Aufbewahrung 28.09.2016

Und noch ein paar Schrauben und Lattenrost-Balken haben zueinander gefunden... und so entstand am Abend mit einem bereits schwachen Akku in der Bohrmaschine noch eine schmale Aufbewahrung für so selten genutzte Dinge wie Schlafsack und dergleichen. Vorne und hinten Balken, als Seitenwände dienen die letzten beiden Holzplatten, die ich in meinem Fundus noch hatte.

Ebenfalls aus Holz naturgemäß und somit ist das Ganze auch recht angenehm und unauffällig in der Wohnung. Momentan stehen da zwar nur die Zimmerpflanzen davor und darauf, aber auch da wird sich sicher noch einiges im Laufe der Zeit ändern. Außerdem will ich noch bei Gelegenheit einen Klappdeckel darauf machen, also wird das Ding schlussendlich mehr oder weniger eine Art hölzerne Kiste - dadurch, dass sie auch offen ist beziehungsweise nicht dicht geschlossen ist, bleibt alles recht "frisch" und nicht so luftlos abgepackt wie zuvor in irgendeiner verräumten Kartonschachtel.


Emanuel Sprosec. Erstellt am 2017-08-13 · # · Wien, Österreich · emanuel//at//mulischaf.com · Datenschutz