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SNAFU

2014-11-18

Den Begriff habe ich drüben bei, nennen wir ihn einfach mal so, Oliver zum ersten Mal überhaupt gelesen und damit entdeckt. Altgedienten Semstern unter Euch wird er eher von Begriff sein, mir selber natürlich mal wieder, wie gesagt, nicht, aber auch gut – es fehlt da ja auch generell und bewusst ein gewisser Geist für solche soziologischen Begrifflichkeiten meinerseits in dieser weiten Welt der sprachlichen Vernetzung.

{{ „In der Romantrilogie Illuminatus! von Robert Shea und Robert Anton Wilson spielt das sogenannte SNAFU-Prinzip eine zentrale Rolle, welches besagt, dass innerhalb von Hierarchien Vorgesetzte und Untergebene einander wichtige Informationen gezielt vorenthalten, wodurch dann früher oder später ein totales Chaos entsteht. Die Absicht der Vorgesetzten ist es dabei, einen Informationsvorsprung vor ihren Untergebenen zu behalten, während die Untergebenen, um Schwierigkeiten zu vermeiden, ihre eigenen Fehler und teilweise auch ihre Inkompetenz verschleiern wollen.„

Jaja, der Begriff SNAFU bezeichnet also die Kurzform von „Situation Normal, All Fucked Up“ im Englischen und wenn man dem kollektiven Wissen der verstrittenen Community der Wikipedianer glauben mag, dann liegt die Herkunft des zynischen Humors, der sich darin versteckt, im zweiten Weltkrieg bei den amerikanischen Truppen und hielt seitdem also dann Einzug im alltäglichen Sprachgebrauch. Also zumindest punktuell und eher in der Welt der visuellen Mattscheiben und den Blättern mit ihrer Druckerschwärze (ja, das gab es damals noch, so richtig analog).

Übrigens findet sich im Lexikon der Alltäglichkeiten dann auch die weitere Ausführung mit dem Bezug von SNAFU in seiner Übersetzung zur Deutschsprachigkeit:

{{ „Es gibt ein altes Schlagwort, das den Unterschied zwischen Deutschland und Österreich beleuchtet: In Deutschland sei die Situation ernst, aber nicht hoffnungslos, in Österreich dagegen hoffnungslos, aber nicht ernst. Die Tragödie des heutigen Österreich aber ist es, dass seine Situation nun auch noch ernst geworden ist.“ Milton Colvin laut „Der Spiegel“ 15/1957 (10. April 1957)

Ich finde das gerade sehr amüsant und genieße diese geschrieben Deutlichkeit von Stimmung und Ausdruck einer Gesellschaft, speziell in Hinblick auf das berufliche Umfeld. So viel und mehr kann ich dazu auch nicht sagen, aber es erklärt sich von selbst in seiner ganzen Stärke. Dazu passt übrigens besonders vortrefflich auch noch dieser Begriff, denn er fließt eigentlich gar wunderbar in diese idente, sehr eigenen Kommunikationsebene: Fnord.

Köstlich.

Ich komme ja eher aus dieser Welt von Dafuq oder Fubar. Oder auch Schmafu.