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Naturhistorisches Museum Wien

August 2018

Da war ich natürlich schon als Kind hunderte Mal und kenne es fast in und auswendig, da es auch in meiner Heimatstadt liegt... aber die letzten Jahre (eigentlich Jahrzehnte bald), bin ich kaum noch dazu gekommen, mir mal dieses Vergnügen zu gönnen... alle paar Jahre mal kurz. So auch dieses Mal und neben einem Termin so zwischendurch in einer Stunde reingepresst.

Mit einem hatte ich aber nicht gerechnet... mit der unglaublichen Hitze. Ich dachte, da drinnen ist es naturgemäß kühl und dunkel und die schweren Mauern tun ihr übriges dazu... aber mitnichten, es war sogar eher stickig und schwül - und die Besuchermassen haben ihr übriges dazu getan. Warum man hier nicht mehr auf eine gleichmäßige Kühlung achtet, verstehe ich nicht ganz, aber ich vermute mal, dass es wie üblich an den Kosten und dem maroden Budget liegt. Zudem sind solche großen, alten Räume wohl nur schwer technisch ausbaufähig. :(

Unabhängig davon bin ich mal eben schnell durch die drei Stockwerke gelaufen, denn ich musste um 11 Uhr wieder draußen sein - nun ja, man kann da Stunden darin verbringen und sich entweder zu Tode langweilen oder hochspannende Entdeckungen machen - je nach Laune, Menschentyp und Interessen. Ich finde es noch immer spannend und man entdeckt auch jedes Mal wieder neue Dinge in irgendeinem der unzähligen, historischen Schaukästen. :)

Der Eintritt des am inneren Ring gelagerten Naturhistorischen Museums Wien (in identer Bauweise und direkt gegenüber vom Kunsthistorischen Museum) kostet 10 Euro für einen Erwachsenen. Nicht teuer, aber auch nicht billig - irgendwie schon ok. Hier ein paar visuelle Eindrücke:

Majestätisch geht es die Stockwerke hinauf... an der Decke auch mit einem riesigen Gemälde und viel Stuck... schon beeindruckender Bau innen (und außen ebenso).

Diese Schaukästen gibt es schon, seit ich denken kann und wohl noch viel länger. Man sieht ihnen ihr Alter an, aber das macht es auch irgendwie so reizvoll... auch wenn ausgestopfte Tiere immer ein wenig Nachdenklichkeit und die Stille fördern.

Stimmungsvoll und beeindruckend - vor allem wenn man durch die langen Korridore dann auf solche "Schaukästen" blickt...

Und so wie dieser Raum schauen sie fast alle aus... man muss also Geduld und Interesse mitbringen, wenn man alles erfassen und sehen will.

Die geologische Sammlung kann für Manche vermutlich sterbenslangweilig sein, lässt man sich aber darauf ein und schaut sich die einzelnen Formen näher an, dann wird es schon spannender und man merkt erst, was man so im Alltag eigentlich nie zu sehen bekommt.

Die Erde bringt schon großartige, farbenprächtige Dinge hervor.

Es handelt sich hier übrigens um Rosenquarz - sprich ein echtes Meisterwerk.

Geändert hat sich insofern etwas, als das man heute vielmehr und öfter auch Dinge in einfacher Form erklärt bekommt - weg von lateinischer Wissenschaftsbeschreibung, stattdessen mehr zu visuellen Veranschaulichung. Positiv.

Ein paar mehr Bilder finden sich drüben im üblichen Fotoarchiv: https://mulischaf.com/index.php?album=2018-08-03+Museum

Nachtrag

Übrigens gibt es momentan auch einen Schwerpunkt im Museum - zum Kometen https://de.wikipedia.org/wiki/Tschurjumow-Gerassimenko (Tschuri). Auch spannend!

Kann also einen Besuch nur empfehlen - im Hochsommer allerdings mindestens mit einer kühlen Wasserflasche. :|