Startseite
Updates · Suchen

Das Leben mit 0.2 Einheiten

2015-03-13

Wenn man schon einen Blog hat, dann sollte man ihn ja eigentlich auch befüllen, ist ja schließlich seine einzige Lebensberechtigung. Allerdings fehlt mir gerade ein wenig der Geist dazu, aber das ist eigentlich auch nichts Neues. Die letzten 34 Jahre lassen da bereits mit diesem Mangel grüßen…

Katzen-Diabetes

Leider laboriert eines der Fellfluffis an mittlerweile diagnostizierter Diabetes, anscheinend ausgelöst durch eine hormonelle Störung. Und das heißt für das kleine Schnurrding und für mich… zweimal täglich zu festen Zeiten eine Nadel in das Fell zu jagen. Insulin lässt grüßen. Damit hätte ich zugegeben auch nicht gerechnet, dass ich mich mal eines Tages ausgerechnet mit so einer Thematik beschäftigen muss beziehungsweise wenn, dann hätte ich mir das eher bei mir selber zugetraut aufgrund des Schokokonsums, als ausgerechnet bei der kleinen Pfote hier…

Aber nun, so ist das Leben und damit muss man sich arrangieren, die Welt geht davon nicht unter, sondern es wird munter weiter gegähnt, miaut und gelebt. Einzig das fixe Einhalten der Spritzzeiten ist natürlich eine „Herausforderung“, an die man zukünftig auch den Alltag zeitlich abstimmen muss. Alle 12 Stunden macht es mit einer kleinen Dosis (0,2 Einheiten) „pieeeks“… das heißt Koordination, planen und vorausschauend handeln. Auslassen ist ein NoGo, zuviel gefährlich. Mit sehr viel Glück erholt sich der Zuckerspiegel der Pfote sogar wieder (das passiert bei Katzen manchmal ~40%), mit weniger Glück bleibt es nun eine Lebensaufgabe, um Beschwerde- und Komplikationsfrei leben zu können.

Der Stubentiger scheint das plötzliche Junkie-Sein um sechs Uhr morgens und um 18 Uhr Abends zu verkraften, ich habe mich auch noch nicht damit erstochen… aber wir stehen erst ganz am Anfang. Blutzuckermessen gehört nun ab Montag auch dazu, Tages-Kurven werden damit erfasst und ausgewertet für die optimale Dosis und Abstimmung – und einige Nachkontrollen beim Tierarzt werden auch immer wieder anfallen. Das Leben mit Haustieren eben.

Aber die Verantwortung muss man tragen, auch wenn es zugleich natürlich auch den schon längeren Entschluss festigt, nach dieser haarigen Generation keine weiteren Haustiere mehr zu „halten“. Egal wie, und ich habe es hier eh auch schon mal geschrieben gehabt, man wird egal wie, nie alle Bedürfnisse erfüllen können und die dabei anfallenden Aufgaben fordern auch Zeit und Energie, die man erstmal erzeugen muss zuvor. Zudem ist die Tierhaltung in den eigenen vier Wänden ja sowieso ein ausschließlich egoistischer Vorgang und spielt außerdem nur einer Zucht-Wirtschaft in die Hände, die viel Leid verursacht.

Ich habe zudem meine Fluffis sehr gerne, freue mich über sie und es schreckt mich die Situation nun auch nicht ab – bin da auch generell einfach zuversichtlich und entspannt – aber es erinnert dann doch auch daran, dass man damit auch wie bei Kindern eine Verantwortung tragen muss, die woanders damit verloren geht und die viele Jahre lang sehr präsent bleibt.

Wie also schon früher immer wieder mal erwähnt, kommen mir zukünftig deshalb keine Tiere mehr in die Wohnung und wenn, dann nur mehr maximal Fingernagelgroß und eher aus dem Kleinsttierbereich mit viel Selbstversorgung. YPS-Urzeitkrebse, Ameisen oder Fruchtfliegen. Aus.

Im Forum berichte ich detaillierter und dokumentiere weiter.