Startseite
Updates · Suchen

Allerlei in der Stadt

2015-06-04

Gestern war es ja ein wenig mühsam, denn ich durfte und wollte in der Hitze einige Werkstätten abklappern, um meine vier Räder wieder ein wenig flotter zu machen. Gedacht, getan und ich bin zugegeben erstaunt – und das meine ich jetzt nicht übermütig oder aufgrund überbordender Selbstsicherheit – wie manche Menschen ihren Job, ihre Qualifikationen und ihre Geld bekommen haben.

Mechaniker, die sich gegenseitig erklären, dass der Scheibenbremsen hinten hat – nein, Trommelbremsen – nein, Scheibenbremsen – bis hin zu Verkaufsheinis mit weißen Hemd im klimatisierten Büro mit dem Verkäufergrinsen und völligen Desinteresse an einer Behebung bzw. Verständnis um was es geht sowie den Kettenangestellten, die nicht wissen, wo und wie welcher Zettel ist, aber von der Mimik und der Kommunikation nach seit Jahren am Annahmetresen sitzen. Aber ja, das Konzept und System funktioniert dennoch.

Wie auch immer, entschieden habe ich mich dann für eine kleine Werkstatt mit südländischen Flair ums Eck. Ich mag ja Gebasteltes, das Retorten-Zeugs aus den Schablonen-Fachhänden spricht mich ja eh generell nicht an. Vermutlich werde ich einfahren, aber der (finanzielle) Aufwand muss in Relation zur Wertigkeit stehen, sonst steigt die Fragwürdigkeit der Zukunft damit weiter an.

Unabhängig davon und von diesem Thema, das außer Zeit nur Geld kostet, wird wohl auffällig sein, dass da oben jetzt ein Bild auf der Startseite hier prangert und irgendwie in einem ziemlichen Kontrast zum Titel steht – Eine Wiese aus… – aber genau das ist das, was ich mag. Und zudem sieht man hier lebendige Zeitgeschichte – denn dieses Layout in der ungefähren Form, mit einem fast ähnlichen Bild und den gleichen Farben, war vor vielen, vielen Jahren mein erster WordPress-Blog.

Also damals, als dieses Tool noch ganz neu und frisch war, noch recht rudimentär und einfacher und ich zudem meistens noch auf ältere Blog-Lösungen setzte – aber dieses rohe Layout meinerseits in dieser Zeit ist quasi der Vorläufer zu dem hier… und damit kehre ich gewissermaßen wieder an meine Anfänge zurück – das gefällt mir.

Ich glaube, das liegt auch daran, dass ich zur Zeit einige „Berührungsängste“ der digitalen Ära wieder verliere beziehungsweise mir erneut recht egal werden. Und das Beste, das mir passieren kann, ist, wenn mir Dinge wurscht werden, weil ich sie dann recht unbedarft benutze, genieße oder wie auch immer damit umgehe. Es wächst dieses etwas verschollene Gefühl von Experimenten und Neugierde wieder in mir hoch und das tut einfach gut.

Heute habe ich wo aufgeschnappt, dass Google+, also das soziale Netzwerk alias Facebook, Twitter und Co., nur eben von Google selbst, wohl sich langsam verabschiedet und anscheinend komprimiert und ausgegliedert wird. Vereinfacht gesagt: es geht flöten. Nachdem ich nur noch dort und bei Twitter meine binären Sozial-Accounts pflege, ist es mir überraschenderweise sogar recht, denn man nimmt mir damit sozusagen eine Entscheidung ab.

Ich bin eh kein großer Fan mehr von diesen Sammelbecken und bevorzuge die kleinen, konzentrierten und spezifischen Kommunikations-Runden im Netz, hadere aber immer wieder damit, dass es ja doch vielleicht und eigentlich und man sollte da schon dabei sein und es rentiert sich vielleicht und den Anschluss nicht verpassen und am Ball bleiben und…. bla. Sollte sich Google+ weiter minimieren als Plattform, kann ich damit gut leben, obwohl es dort durchaus gute Diskussionen gibt. Aber der Verlust ist überschaubar und ich würde mich – verrückterweise – glatt freier fühlen. Außerdem beleben solche Bewegungen und Änderungen im Netz die Bloglandschaft, Foren, Chats und Co. – umso besser.

Gedankensprung. Die Video-Idee von letztens ist schon wieder etwas wackelig, aber dennoch reizvoller geworden. Wacklig deswegen, weil ein Blick auf diverse Videoplattformen zeigen, dass es zwar traurig ist – aber Österreicher in so „ich quatsch mal Videos“ funktioniert nicht. Keine Ahnung warum… es wirkt immer langsam, behäbig, aufgesetzt, übertrieben oder einfach fad und nichtssagend. Es fehlt gewissermaßen der Pfeffer in dem Ganzen. Zwar interessiert mich selber die Richtung solcher bewegten Selfies nicht, aber es spiegelt dennoch ein wenig das Gefühl in mir, das sich darin äußert „Das wird entweder peinlich, unglaublich fad oder eher so „Najo, lass das gleich mal wieder“.

Das Boot-Projekt hingegen hat einen echten Hänger, der aber eher bei mir liegt… denn ich bin nicht zufrieden. Oder nicht mehr… diese Verbindungsstücke vereinfachen es unglaublich, aber zugleich ufert es halt aus und das steht im Widerspruch zu meinem Gedankenansatz. Eigentlich würde ich gerne bei null beginnen und das Ganze anders angehen, aber ohne zu wissen wie. Ich hege Zweifel also und werde mich nochmal ans gedankliche Zeichenbrett setzen – mal schauen. Passieren will und muss es, aber das Wie ist für mich gerade ein Stolperstein.

Deswegen gibt es noch keinen Test mit Bildern hier von einem See oder dergleichen, auch ist der Umgang mit einer Plane zur „Behüllung“ komplizierter und Fehler-anfälliger als gedacht… da muss also von Grund auf einiges geändert werden. Ich sollte vielleicht doch eher auf die Schablonen-Technik setzen und die Verbindung der Rohre erneut überdenken.

Ja, das war es schon wieder – in der Kürze liegt die Würze.